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OpenBSD - Mal was neues lernen

2012-11-30 @ bsd, linux, noris, openbsd, theo

Schon seit Längerem liegt unter meinem Sofa noch ein 1HE Dell Server, mit dem ich nicht so wirklich weiss was ich damit anstellen soll. Habe mich aber jetzt entschlossen den Server ins Rechenzentrum von noris zu stellen und damit was Neues zu machen.

OpenBSD also. Ich weiss garnicht so genau warum. Irgendwie ein Mix aus Einflüssen, Neugier und Migrationsbedarf. Nach allem was ich gehört und gelesen habe soll die Figur Theo de Raadt auch ganz…seltsam…sein. Aber das ist Linus auch, also keine Umgewöhnung nötig.

So sieht es übrigens aus wenn ich mit taskwarrior ein Projekt abwickle. Ich liebe diese Software, aber dazu vielleicht wann anders mal.

Dinge die mir aktuell bei OpenBSD Spaß machen:

  • Login Classes
  • nginx in base/
  • tmux in base/
  • pf
  • Chroots, chroots, chroots!

Dinge an die ich mich erst gewöhnen muss:

  • ksh
  • Die (sich echt sau komisch verhaltende) Version von Vi
  • Das fehlende free

Öfters habe ich mich beim hantieren mit OpenBSD dabei erwischt Änderungen am System zu machen bei denen ich mich gefragt habe “Mache ich das jetzt weil ich das gut finde, oder weil ich es von Debian so gewohnt bin?“. Diese Frage abzuwägen tat ich mich bei manchen Dingen extrem schwer. Ob nun die fehlende bash oder tmux statt screen. Ich habe versucht ausschliesslich Software zu verwenden die bereits im OpenBSD Base enthalten ist. Frei nach dem Motto “Die wissen schon was sie tun”. Und dabei habe ich viel neues gelernt.

Jetzt noch warten bis die Second Edition “Absolute OpenBSD” von Michael W. Lucas herauskommt. Laut seinem Blog könnte es im Frühling 2013 soweit sein. Oder man liesst ein Buch von 2003, also die First Edition.

Comments (7)

Flo on 2012-11-30T20:31:01
Finde ich sehr gut, dass du dich da einarbeitest - wäre nett, wenn du uns da fortlaufend dran teilhaben könntest, interessiert mich nämlich auch brennend :) >Das fehlende free Gibts da eigentlich einen guten Grund, dass das fehlt? Nervte mich bisher bei so quasi allen BSD-Versionen. + was für Vorteile hast du jetzt gegenüber Debian? Klar, soll sicherer sein, ich teste auch immer gern etwas neues, aber ist da noch mehr?

noqqe on 2012-12-01T09:57:18
Hi Flo :) Wenn es was Interessantes gibt bzw ich mal ein Resümee ziehe nach ein paar Wochen - klar gerne :) Wegen free hab ich auch noch etwas herumgegoogelt, aber es sieht so aus als schreiben die meisten iwelche kleinen Wrapper Skripte oder ähnliches. Warum genau weiss ich auch nicht. Ich bin mir nicht ganz sicher ob es jetzt wirklich einen objektiven Vorteil gibt. Im Moment gefällt es mir einfach ein System zu haben das sich so "monolithisch" anfühlt. In base/ ist bisher fast alles was ich brauche schon drin. Alles ist Security technisch schon per default hart eingerichtet (automatisch Chroots für nginx zb. ) Und generell tickt das OS einfach anders als ich es gewohnt bin und das macht Spass :)

zralb on 2012-12-03T10:37:13
> Die (sich echt sau komisch verhaltende) Version von Vi So fuehlt sich nun mal ein echtes vi an ;) vi ist einfach nicht vim, auch wenn es bei vielen Linux-Distributionen so aussehen mag. Das erkennt man u.A. auch an den arg unterschiedlichen Groessen der Binaries.

zralb on 2012-12-03T10:45:11
Das monolithische war (und ist auch immernoch) der Grund, warum ich das auf meinen Servern benutze. Auf dem Laptop benutze ich dennoch Debian, denn unter uns gesagt, taugt OpenBSD zum browsen und Flash-Videos abspielen einfach nicht (nicht nur, weil es gar keinen anstaendigen Flash-Player gibt ;-)). Es fuehlt sich auf dem Laptop einfach super langsam an, aber die Entwicklugnsschwerpunkte liegen eben auch wo anders. The right tool for the right job. Vieles ist anders, aber auch das hat meistens seine (guten) Gruende.

noqqe on 2012-12-03T19:17:59
Das hab ich auch gedacht und dann mal über den Ports Tree vim nachinstallisiert. Aber irgendwie...trotzdem anders :) Naja. Wird schon werden!

noqqe on 2012-12-03T19:19:32
:) Jepp. Wie gesagt - mir gefällts. Aufm Desktop kann ich das noch überhaupt nicht einschätzen wie sich das wohl anfühlt. Hab noch kein X oder Desktop Environment gestartet. Der letzte Teil triffts eigentlich auf den Kopf :)

Martin on 2012-12-03T21:44:33
Das ist unter FreeBSD auch so. Die Entscheidung ist allerdings nachvollziehbar (ebenso weshalb tcsh default ist (ist das bei OpenBSD überhaupt tcsh?)): kleine base Umgebung, wo ein kaputter Port das System (als root) nicht unbedienbar macht. Vim und bash zusätzlich noch in base zu betreuen ist sicherlich auch ein großer Aufwand gegenüber einem eher geringen Nutzen (da normale User durchaus Vim und bash nutzen können).