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Trennung vom bash-it Framework - Koche nun eigenes Süppchen

Manchmal muss man das auch. Einige Zeit hab ich Hirnschmalz in das Community Framework bash-it gesteckt.

Anfangs mit der aktiven Weiterentwicklung beschäftigt, hab ich später eher massiv Aufwand betreiben müssen um die neuen Dinge mit meiner Version kompatibel zu halten. Man konnte bash-it früher entweder komplett als eine Art Distribution für die Bash benutzen, oder sich wie in einer Art Supermarkt an einzelnen Schnipseln, Funktionen und kleinen Skripten bedienen die man gut fand. Und das war super. Man konnte Dinge lernen, Schnippsel von anderen adaptieren und hatte immer Trickreiche Funktionen am Start.

Der Rip-Off von oh-my-zsh hat sich aber mit der Zeit (und Dank der großen Aktivität der Community) m.E. zu einem für mich nicht mehr funktionierendem Konzept entwickelt. Konkret:

  • Die Überarbeitung des Plugin Systems mit Meta Informationen war ein riesen Fehler
  • Aktivierung und Deaktivierung einzelner Komponenten ist unnötig und verwirrend für neue User (und für mich auch.. :P )
  • Etwas, dass ich gerne den “theme-color-vcs-prompt-complex” nenne. Aber das würde den Rahmen sprengen…
  • Der Wust aus 1. Mio Dingen, den mittlerweile niemand (mehr) braucht/versteht
  • Fehlende Ziele/grobe Richtung für die Entwicklung
  • Durch die stark wachsende Komplexität funktioniert bash-it nichtmal mehr als Supermarkt Bedienkonzept.
  • Ca. 5 Sekunden bis zum Prompt

All diese Probleme und Punkte haben mich dazu veranlasst, meine eigene Suppe zu kochen, die ich in meiner gnadenlosen Unkreativität nano-bash genannt habe. Es hat einen ganzen Nachmittag gedauert die wenigen Dinge die ich wirklich brauche aus bash-it zu extrahieren und aus Funktionen zu lösen, damit das Ganze in eine neue (für mich pflegbare) Form passt. Denke das spricht auch schon für sich…

Schade :(

Comments (5)

Martin on 2012-08-12T20:00:42
5 Sekunden zum Prompt ist ja *noch* langsamer als oh-my-zsh mit ~2 Sekunden + Bedenkzeit je Tab-Anschlag (unter FDE). Gab es jemals die Intention, alle plugins lazy zu machen? [1] finde ich ziemlich geil. Gerade noch vertretbare 0.45 Sekunden für die Bash ;) [1]: http://fahdshariff.blogspot.de/2011/09/speeding-up-bash-profile-load-time.html

Andreas on 2012-08-12T20:44:04
Ich kann dich verstehen, geht mir auch so. Mit SSD geht wenigstens der Prompt etwas schneller, aber bei großen SVN oder GIT-Archiven dauert das wechseln in ein Verzeichnis unglaublich lange (>10 sec)

noqqe on 2012-08-13T07:55:52
Ok, 5 Sekunden sind auch etwas übertrieben gewesen. Aber es fühlt sich eben an wie eine kleine Ewigkeit :) Dieses dnycomp.sh ist ja geiler Scheiss. Schau ich mir heut Abend mal an. Danke!

Martin on 2012-09-30T11:54:36
Leider hat der Entwickler sich inzwischen von der bash abgewandt und das Repository gelöscht... und dyncomp.sh hat noch ein paar merkwürdige Bugs, die ich nicht so ganz zu fixen weiß. So funktionieren nur ~80% aller completions, `rsync` oder `hub` gehören nicht dazu.

noqqe on 2012-09-30T16:37:33
Ach, und ich dachte ich wäre zu blöde :)