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Von Octopress zu Hugo

2015-04-01 @ blog, development, gem, go, hugo, octopress, pygments, python, ruby, web

Ich war genervt. Oh mein Gott, wie war ich genervt. Von diesem ständigem Ruby, Octopress, Gem Fuckup, Pygments Fuckup.

Octopress

  • 2-3 Minuten Blog-Compiles für poplige 300 Posts.
  • Man kann nie irgendwas updaten, da sonst der ganze Blog bricht.
  • Theming ist scheisse
  • Mit einem Ruby Gem eine Software bedienen die eigentlich Python ist.
  • Abhängigkeiten
  • Kryptische Fehlermeldungen
  • SCSS und Konsorten
  • Hauseigenes, nicht Markdown-konformes Auszeichnen von Images, Quotes, Codeblocks

Aber am Meisten von der Struktur. Man muss sich das vorstellen. Man will einen Blog eröffnen, klont den Source des Bloggingframeworks, fängt an innerhalb des Repos hinein zu committen. Ändert Themes, Configs, fummelt Plugins mit Git-Submodulen hinein. Und versucht dabei noch Upstream in das Repo mit den eigentlichen Posts hineinzumergen.

Das haben mittlerweile auch die Entwickler von Octopress erkannt und Octopress 3 angekündigt, mit dem alles besser werden soll. Aber irgendwie fühlt sich das an wie die neue Version des Internet Explorer.

Hugo

3 Jahre hab ich mir das jetzt angetan. Und jetzt? Alles schön. So wunderschön. Nachdem mir posativ auch letztens nochmal gohugo.io empfohlen hat, hab ich mir die in go geschriebene Software mal angesehen. Und sie machen einfach alles richtig. Alles.

Das bauen meines ganzen Blogs dauert nur noch 400ms, eine aktive Community (mit Discourse Installation \o/), Dokumentation ohne Ende (im Gegensatz zu 4 Seiten Octopress Doku). Keine 1000 Subkomponenten, im Blog-Repo ist nur das Theme, Config/Meta Daten und die Posts selbst. Es wirkt im Moment wie ein schnelles, straight-forward, monolithisches Stück Software.

Migrationsschritte:

  • Neuen Hugo Blog erstellen
  • Demo Theme in themes/ herunterladen
  • config.toml mit Meta Daten des Blogs befüllen
  • Umbenennen und CSS nach eigenen wünschen anpassen
  • Logo und Favicon einbauen
  • uploads/ und _posts/ aus Octopress umziehen
  • Date Format anpassen
  • Codeblock Syntax von {% codeblock %} zu Standard Markdown ändern
  • Quote Syntax von {% blockquote %} zu Standard Markdown > ändern
  • Image Syntax von {% img center %} zu figure ändern
  • Default Template auf YAML ändern
  • Pagination in das Theme patchen
  • Pages in die Sidebar einbauen und aus Octopress umziehen
  • JavaScript Client-Side Syntax Highlightning (highlightjs) einbauen
  • CSS für Codeblocks
  • Switch von GoogleFonts zu lokalen Fonts
  • Archive Page erstellen (denke hierzu gibts nen separaten Blogpost)
  • Comments (isso) als partial

Gerade das gebaue der Archiv Seite und der Pagination hat mir gezeigt wie unfassbar geil die Templating Sprache ist. Zum Beispiel sind GROUPS und WHERE Clauses ohne Probleme möglich.

{{ range (where .Site.Pages "Type" "post").GroupByDate "2006"  }}

Würde mich jetzt jemand fragen, welche Blogging Engine ich empfehlen würde, wäre es defintiv Hugo. Aber ich glaube das merkt man auch an meiner Schreibweise.

Comments (6)

Martin on 2015-04-01T21:29:27.238207
Gefällt mir!

tux. on 2015-04-01T22:11:30.401686
Gesetzt den Fall, dass man Go genauso wenig kann wie Python: Was spricht für Hugo statt Pelican?

noqqe on 2015-04-01T22:30:39.169485
Hab ich mir vor ein paar Monaten mal angsehen. Objektiv kann ich aber jetzt keine Vor-/Nachteile vorbringen. Irgendwie sahen mir Codebeispiele und beim Docs durchblättern Hugo sympathischer aus.

Alex on 2015-04-04T17:23:28.206269
Noch einfacher / schöner als Hugo ist IMHO Kirby (http://getkirby.com/) Kostet allerdings schlappe 15,- Euros...

noqqe on 2015-04-11T13:12:37.477396
Aber das ist ja PHP O_o

dakira on 2015-04-12T18:58:00.843856
Also PHP bashing is ja auch so'n bisschen 2005 oder? Da hat sich in den letzten 10 Jahren einiges getan. Muss ich mal drüber bloggen. ;-) (PS: reply notification gibt es nicht, oder?